Sporträume

Wie Fußball ohne Stollen

Seit Jahren leidet unser auch in Lüneburg und Umgebung stark verbreitete Handball daran, dass wir keine Haftmittel mehr nutzen dürfen, da die "Halle sonst verdrecken würde" und eine Reinigung zu teuer wäre. Gleichzeitig wird toleriert, dass im Fußball mit Stollen die Rasenflächen umgewälzt werden - nein, es werden sogar teilweise für viel Geld Kunstrasenplätze angelegt. Ein Blick auf Hallen außerhalb Lüneburgs, in denen Handball noch mit Haftmittel gespielt werden darf, zeigt, dass es nur einen kleinen Unterschied brauch und zwar ein wenig mehr Investitionen in eine intensivere bzw. saubere Reinigung/Reinigungsgeräte. Wenn man sich die verstaubte Halle in Oedeme anschaut, dann sieht man, dass sich das nicht nur wegen des Haftmittels lohnen würde.
Woanders ist die Nutzung der Haftmittel kein Problem, hier schon. Dies macht unseren Sport nicht nur viel unattraktiver (schon mal Fußballer*innen ohne Stollen nur am Rumrutschen gesehen?!), sondern führt auch dazu, dass jeder Gedanke an leistungsorientierte Handballförderung z.B. von Talenten nicht möglich ist, da diese mit Haftmittel spielen müssen, um keine gravierenden Wettbewerbsnachteile zu haben. Es ist wirklich nur ein vergleichsweise sehr geringer Aufwand für die öffentliche Hand, um unserer in dieser Region dahinsiechenden Sportart wieder auf die Beine zu helfen.