Organisation und Angebote

Schwimmen in Lüneburg

Die in LG vorhandenen Schwimmmöglichkeiten ( Freibad, Sportbad, Lehrschwimmbecken Oedeme ) werden in keiner Weise optimal genutzt.

Das Lehrschwimmbecken in Oedeme muss sich immer wieder an den Schulferien orientieren, ggf. kann mal beantworten, warum dies so ist. Also hier die Forderung: Öffnungszeiten das ganze Jahr, bis auf Wartungsintervalle, die zügig durchzuführen sind. Derartige Wünsche, gerichtet an den Kreissportbund, sind bisher verpufft.

Das Freibad ist zu unflexibel in den Öffnungszeiten in Bezug auf die Witterung, insbesondere im Herbst wird schon geschlossen, obwohl noch gutes Wetter ist. Es finden professionelle Kurse statt ( keine Kurse von Sportvereinen ) , die dann zu stark frequentierten Zeiten die Bahnen belegen. Hier erfolgt auch keine klare Kennzeichnung und man muss sich als normaler Gast anraunen lassen, warum man denn auf einer belegten Bahn schwimme.

Das Sportbad hat zu besten Zeiten geschlossen, damit Vereine das gesamte Bad für sich haben, das kann nicht sein. Insbesondere zu Zeiten ( Ferien ) , in denen die Vereinen das Bad nicht nutzen, bleibt es trotzdem geschlossen. Also hier die klare Forderung: Öffnungszeiten ab 6.00 Uhr – 23 Uhr jeden Tag. Wenn LG schon ein Bad hat, sollte es auch genutzt werden. Vereine können in den Randzeiten trainieren.

Kommentare

Was genau wären denn die Randzeiten, in denen die Vereine trainieren können? In den meisten Vereinen sind es Kinder und Jugendliche, die unterrichtsbedingt wochentags nicht am Vormittag mit ihrem Verein ins Bad gehen können, welches zu dieser Zeit sowieso durch die Schulen belegt ist. Und Trainingszeiten ab 20:00 Uhr sind für die jüngeren Aktiven auch nur bedingt realisierbar. Nebenbei sei noch erwähnt, dass einige Vereine glücklicherweise auch in den Ferien Training anbieten.
Den Vereinen wird auch nur eine überaus begrenzte Hallenzeit zur Verfügung gestellt. Für Leistungsschwimmer, die eigentlich vier bis fünf Mal pro Woche trainieren müssten, besteht über die Vereine keinerlei Möglichkeit, ihrem Training in ausreichendem Maß nachzukommen. Bekommt ein Verein überhaupt Zeiten zur Verfügung gestellt, muss er zusehen, wie er alle seine SchwimmerInnen, die auch noch unterschiedliche Leistungsniveaus haben, auf einer oder maximal zwei Bahnen unterbringt. Gedränge und Frust sind da vorprogrammiert, und von effektivem Training kann keine Rede sein. Kein Wunder also, dass der Bezirk Lüneburg auf Landesebene meist hinten ansteht und sich diejenigen, die sich dem Schwimmsport verschrieben haben, nach (leider auch nur begrenzt vorhandenen) Alternativen umschauen müssen. Während in anderen Sportarten Training nahezu selbstverständlich nach Alters- oder Leistungsstufen angeboten wird, können LeistungsschwimmerInnen davon nur träumen. Und selbstständig Training durchzuführen ist meist auch nicht möglich, denn dann müsste man dafür die öffentlichen Badezeiten nutzen, die - wie richtig angemerkt - ebenfalls viel zu knapp bemessen sind und wo es dann auch häufig zu Interessenskonflikten mit "normalen" Badegästen kommt.
Der Forderung einer anderen Schreiberin auf dieser Seite nach einem 50m-Becken kann ich mich nur anschließen. Wir brauchen nicht noch mehr kurze "Bewegungsbecken" mit geringer Wassertiefe, sondern die Möglichkeit, allen, die gerne schwimmen möchten, ein ausreichendes Angebot machen zu können. Vielleicht könnte man über eine Traglufthalle über dem Freibad in Hagen nachdenken?

Ich schließe mich dem Gastkommentar voll und ganz an. Ich gehe sogar soweit und ziehe einen Vergleich zu "beliebten" Sportarten wie Fußball oder Handball. Ich habe von keinem Verein gehört, der seine Anfängersportler sofort mit den "Profis" auf den Platz bzw. das Feld schickt. Bei allen trockenen Sportarten findet eine Trennung der Trainingsgruppen nach Leistung und vor allem zu vertretbaren Trainingszeiten statt. Nur beim Schwimmen scheint keiner wahrzunehmen, dass diese Sportart nicht nur Freizeitsport sondern auch ein Leistungssport mit sehr unterschiedlichen Leistungsniveaus und im oberen Leistungsbereich mit einem sehr hohen Trainingsaufkommen ist. Hinzu kommt, dass jeder meint, er sei ein sportlicher Schwimmer, auch wenn er/sie für 100 m gefühlt 10 Minuten benötigt, während die Sportschwimmer diese Strecke je nach Schwimmlage in weniger als 1 Minute zurücklegen. Aus diesen Gründen unterstütze ich die dringende Bitte, dass zum Wohlgefallen aller Schwimminteressierten mehr Beckenzeiten und -platz geschaffen werden muss. Das Vereine in die Randzeiten verband werden kann ich nicht unterstützen. Wie oben beschrieben versuchen die Leistungssportler, sich permanent zu steigern und bei Wettkämpfen das Optimum zu erreichen. Früh morgens - wenn die meisten der Sportler zur Schule oder zur Arbeit müssen - oder am späten Abend, sind für den Biorhythmus der Sportler keine Option, da sie sich dann kaum steigern können. Und ganz ehrlich, so bald internationale Meisterschaften, wie derzeit die Fußball-EM oder die Olympischen Spiele demnächst, dann freut sich auch ein Freizeitschwimmer über gute Ergebnisse seines favorisierten Sports.

... Meine bisherigen Auführung beruhen auch auf einem sicherheitstechnischen Aspekt. Gerade die unterschiedliche Wahrnehmung des eigenen Schwimmtempos und somit die eigene Sortierung, auf welcher Bahn man am besten aufgehoben ist, sollte von dem Personal in den Schwimmbädern m. E. gelenkt werden, um ungewollte Verletzungen bei allen Schwimmern zu vermeiden. Es gibt in den Bädern sogenannte Schnellschwimmerbahnen, auf denen sportliche Schwimmer zügig trainieren könnten, wenn alle etwas mehr achtgeben würden. Wie bereits mehrere Beiträge zum Thema Schwimmen in Lüneburg gezeigt haben, ist es aus Sicht aller Schwimmer in und um Lüneburg wünschenswert, wenn die derzeitigen Ressourcen optimal genutzt werden und traumhaft wäre als wahrscheinlich einfachst Lösung eine Traglufthalle über dem Freibad in Hagen. Selbstverständlich haben Traglufthallen ihre Nachteile, doch so, wie die Situation des Schwimmens derzeit in Lünburg ist, wäre solch eine Halle fast wie ein Sechser im Lotto.
Außerdem sollte auch das Sportbad des Salues in allen Ferien ganztätig geöffnet sein. Nur weil die Schwimmkurse der Schulen wegfallen, bedeutet dieses nicht, dass es keine Nachfrage nach Schwimmzeiten gibt.

Weiterhin könnten Vereine, Bäderbetreiber usw. überlegen, ob die Schwimmkurse für die Anfänger (Seepferdchen) ganzjährig (auch in den Ferien) in die Lehrschwimmbecken (Kreideberg, Oedeme) und die Bewegungsbecken des Salues verlegt werden könnten.

Für so eine große Stadt einen kleinen Becken für Schulen (gaanz wichtig!!), Vereine (wie schon von anderen erwähnt zu Kinderfreundlichen/möglichen Zeiten in unterscheidlichen Leistungsstufen) und der Öffentlichkeit teilen zu müssen ist schon ziemlich beschämend. Freibad mit Traglufthalle zu überdecken wäre keine Lösung: nicht nur dass damit keine zusätzlichen Kapazitäten geschaffen werden, sondern der Umbau und vor allem der Unterhalt einer solcher Lösung ist viel zu kostspielig (Einschätzung des Landesschiwmmverbandes). Was eine sinnvolle Lösung wäre - ein neues, modernes, sparsames 50m Becken mit ein paar Räumen für zusätzliches Landtraining. Und am besten diesen bis auf Wartungszeiten dann das ganze Jahr über offen halten. Für Leistungssport, ambitionierte Freizeitschwimmer und vernünftige Schwimmausbildung über das Seepferdchen hinaus.