Lüneburg muss Schwimmen lernen
Für eine Gemeinde / Stadt der Größe von Lüneburg ist das Angebot eines lern- und wettkampfgerechten Hallenbades definitiv nicht ausreichend. Im Vergleich zu anderen Städten in Norddeutschland liegt Lüneburg damit nicht im Mittelfeld.
Aufgrund der sehr eingeschränkten Kapazitäten kann eine vernünftige Schwimmausbildung, Rettungsschwimmerausbildung und Wettkampfsport nicht gesichert werden. Hinzu kommen noch die Vielzahl an Breitensportler, welche den Schwimmsport nutzen, um sich körperlich fit zu halten.
Gerade der Schwimmsport ist extrem förderlich für die Gesundheit. Es trainiert nachweislich die Muskulatur und das Herzkreislaufsystem sehr gut. Dabei ist es als gelenkschonend einzustufen. Somit ist es insbesondere für die Kinder ein idealer Sport, um der steigenden Anzahl an Zivilisationskrankheiten wie Übergewicht entgegen zu wirken.
Als Vorbild können dabei wie in anderen Sportarten gleichaltrige Kinder dienen, welche durch Erfolge bei Meisterschaften (DSV und DLRG) Begeisterung für den Sport zu wecken. Dazu benötigen die Vereine und die DLRG Trainingszeiten. Trainingszeiten um die Schwimmausbildung zu gewährleisten und ein wettkampfgerechtes Training mit mindestens 4 Einheiten pro Woche anzubieten.
Leider ist dies in Lüneburg nicht möglich. Die 4 Sportbahnen im Salü sind hierfür nicht im Ansatz ausreichend. Lüneburg braucht dringend eine Ergänzung in den Schwimmbadkapazitäten. Will Lüneburg zu einer Bewegungsstadt werden, brauchen wir nicht nur eine Mehrzweckhalle, welche gelegentlich für Sportveranstaltungen genutzt wird, sondern auch ein weiteres Schwimmbad (Hallenbad). Damit das Becken für die Ausbildung und Wettkämpfe genutzt werden kann, muss es mindestens eine Beckenlänge von 25 m besitzen und über 6 Bahnen verfügen. Neben der Erweiterung der Kapazitäten stellt der Neubau eines Hallenbades ein Zeichen gegen den Trend des Bädersterbens in Deutschland da. Dies wäre ein großes Ausrufezeichen hinter dem Ziel die Bewegungshauptstadt zu werden.
Mit freundlichem Gruß
Ralf Stenzel